Weltfriedensdienst e.V.

Reise und Veranstaltungen

In der kommenden Woche sind zwei Aktivisten unserer Partnerorganisation EndaPronat aus dem Senegal mit einer ganz konkreten Mission bei uns in Deutschland unterwegs:

Widerstand gegen den internationalen Land- und > Wasserraub sowie Agro-Ökologie als Weg zur Ernährungssouveränität. Das sind für > EndaPronat zwei untrennbare Bausteine, die dazu beitragen, dass die Menschen im Senegal von ihrer eigenen Hände Arbeit (über)leben können (und nicht zur Flucht gezwungen sind).

Beide Themen werden sie Mitgliedern des deutschen Bundestages, VertreterInnen von Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit  sowie relevanten zivilgesellschaftlichen Akteuren in persönlichen Gesprächen nahebringen. Im Amos Comenius Gymnasium in Bonn und der Zille-Grundschule in Berlin und bei einem Süd-Nord-Arbeitskreis stellen sie ihre Arbeit vor. Auf einem Seminar zum Thema Bodenrechtsreform an der Freien Universität Berlin können Ideen ausgetauscht, analysiert und weiter entwickelt sowie Kräfte für gemeinsame Maßnahmen gebündelt werden. Zum Abschluss der Reise kann man die beiden Aktivisten im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin kennenlernen.

Einladung zur Veranstaltung

„Afrika gehört den AfrikanerInnen - Agro-Ökologie, die Alternative zur Agro-Industrialisierung.“
Eine Veranstaltung mit der senegalesischen Organisation EndaPronat, einer Partnerorganisation des Weltfriedensdienst e.V.

Wann: 08.12.16 um 19:00 Uhr
Wo: Afrika Haus Berlin - Bochumer Str. 25 - 10555 Berlin (Moabit) - U-Bahn Turmstraße

ProNat setzt sich für die Ernährungssouveränität der Völker Senegals durch Agro-Ökologie ein, erprobt wird es in Zusammenschlüssen mit lokalen BäuerInnen. Die Bedrohung der Ernährungssouveränität wird durch die Politik verursacht, sowohl im Norden, wie auch durch die Regierenden im Senegal. Die Förderung von Agrokraftstoffen und das Phänomen des Wasser- und Landraubes, das private Investoren dazu bewegt, im großem Stil in die afrikanische Landwirtschaft zu investieren, ist eine ernsthafte Bedrohung für die lokalen KleinbäuerInnen. 16% der Anbaufläche des Landes sind innerhalb der letzten 10 Jahre Privatpersonen zuerkannt worden.

Auch das  Modell der Grünen Revolution und die durch internationale Finanzinstitutionen aufgezwungenen Strukturanpassungsmaßnahmen, sowie die bis heute anhaltende Privatisierungswelle haben die Produktionskapazitäten und die Investitionen im ländlichen Raum geschwächt. Am stärksten davon betroffen sind die Familienbetriebe, die in Senegal und anderswo in Afrika den größten Teil der Lebensmittel produzieren. Die Bereitschaft der Regierenden im Norden, ihr > europäisches Modell der Produktion in den Süden zu exportieren, hat wesentlich dazu beigetragen. Maßnahmen in den Bereichen > Land, > Saatgut, Sozialpolitik und Ernährung nutzen eher transnationalen Firmen als den Interessen der lokalen Gemeinden.
Nach der Veranstaltung gibt es die Gelegenheit sich bei einem afrikanischen Buffet mit den Gästen austauschen.

Informationen zu den Gästen

El Hadji Faye ist Soziologe und hat sich in Theorie und Praxis mit den Folgen von Wasser- und Landraub auf die Ernährungssicherung befasst und den laufenden Prozess der Bodenrechtsreform im Senegal wesentlich beeinflusst.
Pape Cheikh SYLLA ist Journalist und Kommunikationsbeauftragter von ProNat. Er ermöglicht der Organisation ihre Werte, Visionen und die Ergebnisse ihrer Arbeit geeignet darzustellen.

Mit freundlicher Unterstützung durch die „Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen“,  Gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ,   „Gefördert aus Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst.