Weltfriedensdienst e.V.

Berlin ist Blue Community!

WASSERAKTIVISTIN MAUDE BARLOW ÜBERREICHT BLUE COMMUNITY-ZERTIFIKAT

Durch die Übergabe des Zertifikats der Initiative „Blue Community“ am 23.10.2018 am Trinkwasserbrunnen im Park am Gleisdreieck gehört Berlin jetzt ganz offiziell zur dritten europäischen blauen Hauptstadt. Maude Barlow, Wasseraktivistin, alternative Nobelpreisträgerin und Vorsitzende des Council of Canadians, übergab der Berliner Senatorin Regine Günther das zukunftsweisende Zertifikat.

Die Blue Community ist nicht nur die Vision, sondern ein bedeutender Pfeiler für eine bessere und vor allem blaue Welt.  Mit dem Logo der Blue Community verpflichten sich Städte und Gemeinden zur Anerkennung von Wasser und sanitärer Grundversorgung als Menschenrecht, zum Erhalt des Wassers als öffentlichem Gut, sowie zur Förderung von Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser. Von besonderer Bedeutung ist aber auch der Blick über den lokalen Tellerrand, wie Maude Barlow immer wieder erwähnt. So sind es insbesondere Vereine und Organisationen wie der Weltfriedensdienst e.V., die versuchen diese Grundsätze in den Zusammenhang der globalen Wasserkrise zu setzen.

Die beteiligten Organisationen der Blue Community Berlin nutzten die Chance des Besuchs Barlows um ihr Berliner Projekte, die den Grundsätzen einer Blue Community folgen, näher zu bringen. Mit dem Wassermobil des Weltfriedensdiensts begleiteten wir Maude Barlow zu diesen Wasser-thematischen Orten. Vom FlussBad Berlin, das für eine saubere Spree arbeitet, über den Besuch einer wasserlosen Eco-Toilette, kamen die verschiedenen Initiativen, die aktiv an der Umsetzung von Blue Community Berlin beteiligt waren, zusammen und konnten im Beisein von Maude Barlow neue, interessante Eindrücke erlangen. Maudes positiver Zuspruch und ihr unermüdliches Engagement gibt Mut und Motivation für eine bessere und vor allem eine blauere Zukunft:

„Wir starteten sehr überschaulich mit unseren Blue Communitis in Kanada und ich dachte nicht, dass es auch Auswirkungen über unsere Ländergrenzen hinaus hat. Doch jetzt ist es überall und es wächst immer weiter. Wir sind alle Teil einer internationalen Wasser-Bewegung. Wir kämpfen für die guten Ideen, für eine bessere Zukunft, nicht gegen etwas. Das ist es, dass uns so stark macht und uns die nötige Energie gibt.“

 Maude Barlow, 23.10.2018

 

EIN BLAUES BERLIN

Durch die Übergabe konnte ein riesiger Schritt zur Realisierung des Traumes „Ein blaues Berlin“ gemacht werden, den auch Dorothea Härlin von der Initiative Berliner Wassertisch seit Jahren ersehnte:

 ,‚Es ist, als hättest du gezaubert Maude. Weißt du noch, als ich dir vor zehn Jahren von meinem Traum erzählt habe, Berlin einmal zu einer Blue Community zu machen? Du hast es geschafft, dass dieser Traum nun ein stückweit Realität geworden ist.“

 Um diesen Traum Realität lassen zu werden und damit das Logo der Blue Community kein leeres Logo bleibt, ist jedoch noch viel zu tun. So betonte Dorothea Härlin auffordernd, dass die eigentliche Arbeit noch vor uns liegt und appelliert energisch an das Berliner Abgeordnetenhaus Bildung im Bereich Wasser und entsprechende Akteure gezielt zu unterstützen. Ausgehend von diesem Appel folgten auch konkrete Forderungen:. „ Dass in einer Weltstadt wie Berlin nur 100 Trinkbrunnen, die nicht einmal ganzjährig im Betrieb sind, müsse so schnell wie möglich geändert werden. In einer viel kleineren Stadt wie Zürich gebe es sogar schon weit mehr als 1500 Trinkbrunnen“. Es müsse zudem eine Selbstverständlichkeit sein, die geplanten neuen Berliner Schulen mit Trinkwasserbrunnen auszustatten und das Menschenrecht auf sanitäre, kostenlose Grundversorgung stadtweit zu forcieren.

Wie auch das entworfene Banner der verschiedenen engagierten Initiativen hinwies, kommt es darauf an, die Grundsätze der Berlin Blue Community JETZT UMZUSETZEN! Die Initiativen müssen weiter kämpfen und die Politik zum Handeln zwingen. Mit einer besseren Kooperation lässt sich dieser Traum verwirklichen. Es bleibt also eine deutliche Botschaft von diesem Tag:

Es geht nur gemeinsam, gemeinsam für eine bessere Welt, eine blaue Welt.

 „Es spielt keine Rolle wohin ich reise, vom ersten Moment an fühlt es sich an, als wären wir eine Familie. Es fühlt sich an, als müssten wir uns gar nicht gut kennen,  weil wir wissen, dass wir die gleichen Vorstellungen haben und zusammen für die Idee einer besseren Zukunft kämpfen“

Maude Barlow, 23.10.2018